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Die Stadt steht hinter ihrem Kulturklub
Verein zieht auf Jahreshauptversammlung eine zufriedenstellende Bilanz - Vorstand nahezu komplett
wiedergewählt
Nach 45 Minuten war alles vorbei und jeder zufrieden. Ein Zeichen, dass alles im Lot ist beim
Kulturklub, der seine Mitglieder zur Hauptversammlung bat. Zumal der Vorstand von wirksamen Mitteln
berichtete, mit denen Nöte schon im Vorfeld abgewendet werden konnten.
Die Zeiten werden härter, gerade für Kulturschaffende. Dem Publikum sitzt das Geld nicht mehr so
locker in der Tasche, gute Künstler jedoch wollen mit gutem Geld bezahlt werden. Der Kulturklub
reagierte darauf Mitte vergangenen Jahres. Die Zahl der Veranstaltungen, die der Verein organisiert, wurde
zurückgeschraubt. Und zwar bewusst, wie Vorsitzender Detlef Linke sagte, "drei Veranstaltungen pro
Monat plus mitunter eine Theateraufführung ist dem Publikum einfach zu viel". Als Resultat standen
2006 nur noch 27 statt 35 Veranstaltungen im Programm und die Gesamtzahl der Besucher ging von 10 450 auf
8300 zurück.
Die durchschnittliche Zahl der Besucher konnte aber gesteigert werden: von 290 im Jahr 2005 auf 307 pro
Veranstaltung. Die Maßnahme schlug sich auch im Kassenbericht nieder. Unterm Strich steht ein
gesundes Plus, wo im vergangenen Jahr die Zahlen eher rot waren.
Die Stars werden teurer
Aber die Arbeit des Kulturklubs lässt sich weniger in Zahlen ausdrücken, als eher in Inhalten.
Linke blickte auch viel lieber auf die Veranstaltungen an sich als auf deren Auswirkungen. Es dürfte
für jeden etwas dabei gewesen sein, seine persönlichen Favoriten seien das Schloßkonzert
mit "Silent Radio", das Theaterstück "Von Mäusen und Menschen" und die Lesung mit Hardy
Krüger gewesen. Im Gegensatz zum Programm vergangener Jahre war Hardy Krüger auch einer der
wenigen "großen Namen". Es werde immer schwieriger und teurer, berühmte Künstler nach Bad
Harzburg zu holen, sagte Linke. In der aktuellen Saison - die schon halb vorbei ist - hat das mit den Stars
aber wieder ganz gut funktioniert. Der bekannte Kabarettist Mark Britton war da, auch Alfons, der kleine
freche Franzose aus dem Fernsehen, und für die kommenden Monate haben sich beispielsweise noch
Hans-Hermann Thielke und "Herr Holm" angesagt.
Stolz kann der Kulturklub auch auf die Bühne Bad Harzburg sein, die er seit zehn Jahren betreut. Der
Kostendeckungsgrad liegt konstant bei 52 Prozent, wobei allerdings die Zahl der Abonnenten zurückgeht:
von 316 in der Saison 2005/06 auf 310. Allerdings konnte die Zahl der Einzelkarten gesteigert werden.
Trotzdem mussten die Eintrittspreise für die anstehende Saison erhöht werden - das erste Mal seit
zehn Jahren, sagt Linke.
Traditioneller Dank
Und als er das sagte, waren die 45 Minuten herum. Rasch wählte die Versammlung noch den Vorstand fast
komplett wieder. Dann war es traditionell an Wolfgang Kullig, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses, Dank
zu sagen für die gute Arbeit des Vorstandes und die guten Veranstaltungen: "Die Stadt steht hinter
Ihnen".
Quelle: Goslarsche Zeitung
Samstag, 09. Juni 2007
Text: Holger Schlegel
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