|
|
Ein Programm für 8700 Besucher
Jahreshauptversammlung blickt auf die Saison zurück - Nur Theater bereitet Kopfschmerzen
Wir haben keine Besucherrückgänge und auch sonst keine Probleme", sagte Kulturklubvorsitzender
Detlef Linke selbstbewusst während der Jahreshauptversammlung seines Vereins. Er widerlegte damit
einen falschen negativen Eindruck, der nach der jüngsten Kulturausschusssitzung in der
Öffentlichkeit entstanden war.
8700 Besucher, 400 mehr als im Jahr zuvor, kamen 2007 zu den 29 Veranstaltungen, die der Kulturklub anbot.
Worin die sechs Aufführungen der vom Verein betreuten städtischen Theatersaison eingeschlossen
sind. Dieses Theater ist es allerdings, das in der Tat Sorgen macht. Hier gehen die Besucherzahlen
zurück. Dadurch, dass zuvor die Eintrittspreise angehoben worden waren, sahen die Finanzen am Ende der
Saison wenigstens noch halbwegs gut aus. Man könne nur auf eine bessere nächste Saison hoffen,
sagte Linke. Ein Wunsch, dem sich der Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses, Wolfgang Kullig,
anschloss.
Aber es ist halt nur das Theater, das dem Verein Bauchschmerzen bereitet. Die 23 eigenen Veranstaltungen
des Kulturklubs, quasi das Kerngeschäft des Vereins, geben keinen Grund zur Sorge. "Wir haben so viel
Geld ausgegeben wie noch nie, aber auch so viel eingenommen wie noch nie", sagte Linke in seinem
Jahresbericht und verwies hier auf ein beruhigendes Plus im Kassenabschluss.
Möglich sei diese Arbeit aber nur dank der Unterstützung der Stadt, in deren Auftrag der
Kulturklub das Veranstaltungsprogramm für Bad Harzburg organisiert. Die öffentliche Hand gibt in
jedem Jahr einen finanziellen Zuschuss und gewährt personelle Unterstützung. Dafür bindet
sich der Verein ins öffentliche Leben ein. Als Beispiel nannte Linke einen Vortrag im Juli:
Anlässlich der Rennwoche wird die Pferdeflüsterin Andrea Kutsch im Bündheimer Schloß
einen Vortrag halten. Der Kulturklub kommt damit einer Bitte von Rennverein und Stadtmarketing nach, das
Galoppmeeting mit Rahmenprogramm zu unterstützen.
Bisher lässt sich auch die neue Kulturklub-Saison, die ja bereits halb vorbei ist, gut an. Schon drei
Veranstaltungen waren ausverkauft - das Neujahrskonzert, der Auftritt von Cindy aus Marzahn und das Konzert
mit Silent Radio - und bei drei weitere Veranstaltungen (Mark Benecke, Alfons und die
U-Bahn-Kontrollöre) blieben nur wenige Plätze frei.
Auch sonst sei der Besuch bisher ordentlich gewesen, "ich bin guter Dinge", sagte Detlef Linke. Denn das
neue Programm, das bereits bis weit ins Jahr 2009 fertig gebucht ist, bietet wieder einiges, an
großen Namen (Herr Holm, Bodo Bach) und auch lokalen Größen (Dr. Jazz, Rolf
Köhlert).
Der Kulturklub ist also zufrieden, denn es geht ihm gut. Und die Stadt, diesen traditionellen Dank gab es
wieder von Wolfgang Kullig, ist "froh und dankbar", dass es den Verein gibt.
Quelle: Goslarsche Zeitung
Samstag, 07. Juni 2008
Text: Holger Schlegel
|
|