Silent Radio:

Silent Radio machen's rockig

Ausverkauftes Kerzenscheinkonzert im Bündheimer Schloss - Band kommt wieder

"Here comes the rain again" - here come Rainer Tacke und Lars Bottmer again. Zum zehnten Mal waren "Silent Radio" im Bündheimer Schloss, zum sechsten Mal in Folge war ihr Konzert bei Kerzenschein ausverkauft. Der Kulturklub Bad Harzburg hatte sie einst nach Bad Harzburg geholt, hält sie dort und wird sie in diesem Jahr noch einmal zu Gast haben.

Dabei haben die Braunschweiger Musiker, als sie zum allerersten Mal in Bad Harzburg auftraten, eigentlich nichts Nettes zu hören bekommen. Vor 13 Jahren, als sie sich für die Open-Air-Summernight im Badepark einspielten, kam ein Mann vorbei: "Diese hot-hot-hot-englische Musik, die mögen wir hier gar nicht", soll er gesagt haben. Er hat wohl für sich gesprochen, aber gegen hunderte andere. Britta Lubach-Fiedler ist so eine: Von Anfang an bei allen "Silent-Radio"-Konzerten in Bad Harzburg. "Rainer Tacke und Lars Bottmer - die machen es aus. Und die Musik der 80er und 90er Jahre, die man mitsingen kann", sagt sie.

Genau, einfach nur mitsingen, das wollen die anderen auch, und das wollen "Silent Radio" von ihren Freunden vor der Bühne. Tanzen sollen sie außerdem: "Your chance to dance". Das machen sie. "Sent me an angel", das ursprünglich eher sanfte Stück von "Real Life" wird von "Silent Radio" verrockt. Das sonst sanfte Streichen auf der Tacke-Geige wird dafür ruppiger. Passt, bekommt dem Stück, das die Musiker um Rainer Tacke (Violine) und Lars Bottmer (Gesang) erst zum zweiten Mal spielen. Mehrfachwiederholer, die "Silent-Radio"-Cover-Klassiker, die Songs, auf die die Gäste warten, hängen im Kerzenlichtraum: Depeche-Modes "Shake the disease", Rihannas "Umbrella", Mando Diaos "Dance with somebody" zum Beispiel - und Eurythmics-Songs, wie "Here comes the rain again".

Atmosphäre ist allein schon durch das Schloss-Kerzenlicht-Ambiente da. Verstärkt wird es durch die Technik: Rotes, grünes Licht. Blaues, die Jungs auf der Bühne sind nur noch Schattengestalten, singen "…with or without you" und sagen "Bad Harzburg, wir haben Euch sehr gerne, singt alle mit". Und die vor der Bühne singen mit: "Ohohohoooo…", sie tanzen, sie fordern Zugaben, "Silent Radio" steigen mit dem "Ohohohoooo…" wieder ein. Sie schenken ihren Freunden ein Lied, das sie noch nie live gegeben haben: "Call me maybe" von Carly Rae Jepsen, ein nicht 80er-90er-Jahre-Stück. "Seid gnädig mit uns." Bad Harzburgern muss so was nicht gesagt werden. Die haben einfach Spaß an "Silent Radio", kriegen nochmal Depeche-Mode-Sachen: "Enjoy the silence" und "Blasphemous rumours". "Das war's." An diesem Abend. Für dieses Jahr aber noch nicht komplett. Am 14. Dezember machen sie es für ihre Bad Harzburger weihnachtlich im Schloss.

Silent Radio ; Foto: Angela Potthast

Sie spielen Stücke, die jeder kennt. Sie, "Silent Radio", interpretieren sie aber ganz anders.

Foto und Artikel: Angela Potthast, Goslarsche Zeitung von Mo., 04.03.2013

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